Was braucht ein Mensch, um sich nicht länger als Sklave eines ungerechten Schicksals zu fühlen?
Ein schrecklicher Unfall lähmt den Körper des Erzählers. Ohne sich verständigen zu können, kann er alles um sich herum verfolgen und ist seinen Erinnerungen und dem Krankenhauspersonal hilflos ausgeliefert. Gefangen im Wachkoma, lernt er im inneren Gespräch mit seinem ‘spirituellen Führer’, dass er nicht der Gefangene seines Körpers sein muss und seine Familie sowie die eigene Vergangenheit mit neuen Augen sehen kann. Als er aus dem Koma erwacht, richtet er sein Leben hoffnungsvoll auf eine neue Zukunft aus.
Anand Dilvar, geb. 1966 als Francisco Ángel, erfolgreicher mexikanischer Verleger und Autor zahlreicher Bücher über Persönlichkeitsentwicklung. Seine spirituelle Suche führte ihn zu Osho nach Poona und zu den Indianern Nordamerikas. Anand Dilvar bedeutet „Glück des Herzens“, welches er in Retreats und Workshops mit vielen Menschen teilt.
Wolfgang schreibt:Uhrzeit: 21:09Datum: 19.10.2011Bewertung: 4
Wer bei dem Blick auf das Cover eine christliche Geschichte oder Poesien für Mädchen erwartet, wird enttäuscht werden, denn bei diesem Buch handelt es sich um die deutsche Übersetzung des Buches "El Esclavo"; des mexikanischen Autors Anand Dílvar (Francisco J. Ángel).
Wer ist nicht schon Sklave seiner Probleme, seiner Ängste und seiner Schuldgefühle gewesen, oder schlimmer gar, ist es noch immer? Der Autor führt uns quer durch das Universum des Geistes, wo wir unserem intakten Ich begegnen können, das wir anscheinend nur hören können, wenn wir nicht sprechen können.
Die Figur des Buches verkörpert uns. Durch sie verstehen wir, dass wir uns blind machen, die Geschenke des Himmels zu sehen, die uns umgeben, wenn wir unserer Wirklichkeit mit Alkohol oder Drogen entfliehen. Durch sie verstehen wir auch, dass wir nicht zu schätzen wissen, was wir haben, bis wir es als verloren betrachten.
Das Buch lehrt uns, wie wir aus unserem "Koma" aufwachen, unseren Sklaven befreien und das Leben genießen können. Es lädt uns ein, über die kurze Dauer des Lebens nachzudenken und über die Wichtigkeit, die Verantwortung für unser eigenes Lebens zu übernehmen und den gegenwärtigen Augenblick so zu akzeptieren, wie er ist. Es streift auch das universelles Thema der Kindheit und der Beziehung zu den Eltern.
Dadurch, dass es in der ersten Person geschrieben ist, wird der Leser zur Hauptfigur, und jeder Satz, den er liest, ist eine positive Affirmation die in sein Unterbewusstsein gelangt.